Tagesgeldkonten im Vergleich

Euribor

Euribor ist die Abkürzung für “European Interbank Offered Rate”, und ist ein wichtiger Referenzzinssatz für alle Arten von Termingeldern bei einer Laufzeit von einer Woche, bis hin zu zwölf Monaten. In den letzten Jahren ist der Euribor enorm gefallen, nicht zuletzt durch die weltweite Finanzkrise haben die Zinsen im Allgemeinen sehr gelitten. Doch was ist nun der Euribor und wer legt diesen fest? Festgelegt wird dieser Wert eigentlich gar nicht, er ergibt sich rein rechnerisch und richtet sich nach Fakten.

Bis zu 50 große Kreditinstitute aus Europa melden bis 11.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit die aktuellen Zinssätze für Festgelder an einen Informationsanbieter. Dabei fließen die Zinsen aus Anlagen von 1 Wochen, 2 Wochen und 3 Wochen mit ein, genauso wie eine monatliche Laufzeit und eine Laufzeit von einem Jahr. Um das System transparenter und fairer zu gestalten, werden zur Berechnung des Euribor die 13 besten Angebote und die 13 schlechtesten Zinssätze von der Berechnung ausgenommen. Weder die besten Werte, noch die Flops unter den Zinssätzen können so den Euribor beeinflussen, und die Berechnung erfolgt quasi transparenter und realistischer. Mit einer oder zwei Kommastellen kommt der Euribor nicht aus, die Berechnung erfolgt auf drei Kommastellen genau und wird von Reuters veröffentlicht. Für Anleger hat diese Berechnung und Veröffentlichung natürlich Vorteile, denn man kann sehr einfach und schnell herausfinden, ob das Angebot einer Bank eher gut oder eher schlecht ist. Liegt der Euribor beispielsweise bei einer Anlagedauer von 12 Monaten bei 1,521 %, die Bank würde aber gerne nur 0,9 % Zinsen zahlen, so kann man sich selbst seinen Teil denken, und vielleicht die Angebote anderer Banken noch einmal vergleichen, denn diese enorme Abweichung sollte bei Festgeldern nicht vorhanden sein.