Tagesgeldkonten im Vergleich


 

Was ist Tagesgeld überhaupt?

Sehr viele Bürger besitzen neben dem normalen Girokonto ein Sparbuch, auf das sie ihre monatlichen Ersparnisse überweisen. Hierfür haben sie auch bei ihrer Hausbank einen Freistellungsauftrag für die Zinsen eingerichtet, damit sie von der Versteuerung ihrer Zinsen verschont bleiben. Natürlich ärgert man sich über die Zinsen, wenn diese geringer oder gleich der jährlichen Inflationsrate ist und man am Ende ohne Zinsen dasteht. Mit einem Tagesgeldkonto hat der Anleger die Möglichkeit, teilweise bis zum Vierfachen seiner üblichen Zinsen zu erwirtschaften. Daher lohnt sich also das Tagesgeld für jede Person.

Direktbanken für´s Tagesgeld

In der Regel wird ein Tagesgeldkonto über eine Direktbank eingerichtet. Dennoch kann der Anleger täglich über dieses Geld verfügen. Die Kontoführung für das eingezahlte Tagesgeld ist kostenlos und auch genauso sicher wie jedes andere normale Konto auch. Der einzige Unterschied zwischen einem Tagesgeldkonto und einem Sparbuch ist lediglich die Höhe der Verzinsung. Dabei hat sich der Anteil der existierenden Tagesgeldkonten in den letzten Jahren ganz erheblich erhöht. Die Zinsen der Tagesgeldkonten richten sich am täglichen Wirtschaftsmarkt, sind aber dennoch wesentlich höher als die normalen Zinsen bei einem Sparbuch und liegen oftmals noch höher als beim Festgeld.

Die Zukunft von Tagesgeldkonten

Die verschiedenen Direktbanken, die diese Konten für das Tagesgeld einrichten, kommunizieren über das sichere Onlinebanking mit dem Anleger. Sie sind die neue Bankengeneration für die Zukunft. Bei diesen Direktbanken gibt es keine Mitarbeiter im Außendienst und ebenfalls keine teuren Zweigstellen. Aus diesem Grund können es diese Banken überhaupt ermöglichen, den Zinssatz derart hoch zu halten. Neben dem Tagesgeldkonto muss der Anleger auch über ein Girokonto verfügen, damit das Geld auf ein normales Konto überwiesen werden kann.

Tagesgeld – Lohnt sich Tagesgeld noch?

Die Konditionen für Tagesgeldgeldkonten liegen zurzeit bei den meisten Banken um die 2 Prozent. Von den besseren Zeiten, als die Banken bis zu 4 Prozent auf einem Tagesgeldkonto zahlten, sind Anleger heute weit entfernt. Dennoch kann es sich für private Verbraucher lohnen, ihr Geld auf einem Tagesgeldkonto anzulegen, denn immer noch bietet Tagesgeld einen deutlich besseren Zinssatz als fast jedes Girokonto in Deutschland.

Tagesgeld – Vorteil: Ständige Verfügbarkeit

Optimal ist das Tagesgeld für alle Anleger, die ihr Kapital zinsbringend anlegen wollen und dennoch jederzeit darüber verfügen möchten. Da es bei Tagesgeldkonten keine Kündigungsfrist gibt, können die Tagesgeldinhaber banktäglich ihr Geld via Telefon oder per Internet-Banking wieder abrufen. Gerade dann, wenn das Geld kurzfristig für einen Kauf oder eine andere Investition wieder bereit stehen soll, lässt sich die Dauer bis zum Kauf mit einem Tagesgeldkonto einfach überbrücken. Anlagen in Sparbriefen oder Zertifikaten bieten bei einigen Banken höhere Zinsen. Allerdings ist das Anlagekapital längere Zeit gebunden und kann meist nicht ohne Zinsverlust vor dem Ablaufdatum verfügt werden.

Tagesgeld – Vorteil: Keine Kontokosten

Für Tagesgeldkonten fallen in der Regel keine Gebühren oder Kosten an. Die erzielten Zinsen sind zudem im Rahmen des Freibetrags bis zu 801 Euro pro Person und Jahr steuerfrei und fließen damit in voller Höhe dem Sparer zu. Bei kurzfristigen Anlagen in Aktien oder Fonds sind die Renditen kaum planbar und es müssen immer die Transaktionskosten (beim Kauf und Verkauf) von einem möglichen Kurszuwachs abgezogen werden.

Tagesgeld – Konditionen immer vergleichen

Wenn die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und in Europa weiter an Fahrt zunimmt, wird die Europäische Zentralbank den Leitzinssatz wieder erhöhen. Die Erhöhung wirkt sich dann auch positiv auf die Tagesgeldzinsen aus. Durch einen regelmäßigen Tagesgeld Vergleich, beispielsweise aller zwei Monate, können Anleger sich über die aktuelle Zinslage informiert und gegebenenfalls ein Tagesgeldkonto bei einer anderen Bank mit besseren Konditionen eröffnen. Der Tagesgeld Vergleich ist rund um die Uhr im Internet möglich und vergleicht immer die neusten Konditionen der Banken.

Fazit

Tagesgeldanlagen sind weiterhin für Sparer geeignet, die ihr Geld kurzfristig wieder benötigen, beispielsweise in zwei oder drei Monaten oder auf steigende Guthabenszinsen “spekulieren” und sich deshalb aktuell nicht für einen längeren Zeitraum von einem Jahr binden wollen. Die Zinseinnahmen von durchschnittlich 2 Prozent p. a. bringen einem Sparer bei 25.000 Euro im Jahr zurzeit zwar nur rund 40 Euro. Im Vergleich zu Girokonten ohne Guthabensverzinsung erzielen Tagesgeldkonten auf jeden Fall aber einen Zinsertrag. Und auch für Privatsparer, die erst ein Vermögen aufbauen wollen und monatlich einen kleineren Betrag sparen möchten, sind die Monatsraten auf einem Tagesgeldkonto zinsbringend besser angelegt, als auf einem Sparbuch mit knapp über 0 Prozent oder auf einem nicht verzinsten Girokonto. Neukunden kommen bei einigen Tagesgeldbanken sogar in den Genuss einen Zinsbonus, der zudem für einen begrenzten Zeitraum sogar garantiert wird.