Tagesgeldkonten – Zinsen vergleichen

Was im Jahr 2007 in den USA mit der Subprimekrise begann, ist längst zu einer Weltwirtschaftskrise mutiert. Ärmere Bevölkerungsschichten und der sogenannte Mittelstand haben am meisten unter den wirtschaftlichen Folgen zu leiden. Immer mehr Menschen interessieren sich dafür, wie sie ihr Erspartes gewinnbringend, flexibel und vor allem sicher anlegen können.

Was einst das Sparbuch war, ist heute das Tagesgeldkonto. Es steht für eine vergleichsweise hohe Rendite, Flexibilität und Sicherheit. Wenn Sie mehr über Tagesgeldkonten erfahren möchten, sind Sie hier genau richtig.

Tagesgeldkonten im Vergleich

Die Zeiten, in denen wilde Spekulationen an der Tagesordnung standen, sind längst vorbei. Zumindest für die meisten von uns. Die risikobehaftete Geldanlage ist out. Zu viel Geld ist auf diesem Weg den Bach hinuntergegangen. Der Kleinanleger strebt nach Sicherheit. Er möchte nichts riskieren und nichts verlieren. Zahlreiche deutsche Bankkunden haben ihr Erspartes aber auf ihrem Girokonto geparkt. In diesem Zusammenhang ist auch von Schwundgeld die Rede, da es mit der Zeit automatisch an Wert verliert. Die Zinsen sind nicht der Rede wert. Es zahlt sich demnach aus, sich nach einer Anlageform umzusehen, die das Geld nicht frisst, sondern vermehrt.

Tagesgeld verspricht zwar keine atemberaubende Verzinsung, dafür genießt der Kunde ein höchstes Maß an Sicherheit und Flexibilität. Der Anleger kann täglich über sein Erspartes verfügen. Fällt die Entscheidung auf ein Tagesgeldkonto, sollte aber bedacht werden, dass der Zinssatz von Bank zu Bank variiert. Insbesondere Neukunden können von einem attraktiven Angebot profitieren. Auf der Basis von scharfsinnigen Kalkulationen ist es demnach auch im Jahr 2014 noch möglich die Inflation zu schlagen.

Die Vorteile von Tagesgeld im Kurzüberblick

  • Tägliche Verfügbarkeit
  • Attraktive Verzinsung
  • Keine Kontoführungsgebühren
  • Gewinnbringende Zinsgutschriften
  • Hohe Sicherheit
  • Referenzkonto

Tägliche Verfügbarkeit

Ein entscheidender Vorteil von Tagesgeldkonten ist die tägliche Verfügbarkeit des Geldes. Anders als beim Festgeld, das für Monate oder Jahre fest angelegt wird und somit unantastbar ist, kann auf das Tagesgeld jederzeit zurückgegriffen werden. Sobald der Sparer sein Geld benötigt, kann er es einfach wieder vom Tagesgeldkonto zurück überweisen. Die Rücküberweisung erfolgt auf ein vorher festgelegtes Referenzkonto, beispielsweise das Girokonto.

Attraktive Verzinsung

Im Vergleich zum Girokonto und Sparbuch wartet das Tagesgeld mit einem besseren Zins auf. Die deutschen Banken bieten hierbei im Durchschnitt eine jährliche Verzinsung von bis zu drei Prozent. Bei Girokonten ist der durchschnittliche Zinssatz entgegen bei etwa zwei Prozent pro Jahr anzusiedeln. Und es gibt ausländische Banken, die ihren Kunden sogar bis zu fünf Prozent Tagesgeld-Zinsen im Jahr offerieren, darunter die Credit Europe Bank N.V. Bevor das Geld bei einer ausländischen Bank angelegt wird, sollten aber unbedingt die Konditionen unter die Lupe genommen werden, beispielsweise ob eine Einlagensicherung gegeben ist. Doch auch Tagesgeld-Zinsen sind gewissen Schwankungen unterworfen. Die Höhe der Zinsen ist nämlich einerseits von der Höhe der Geldeinlage und andererseits vom allgemeinen Zinsniveau abhängig, das die Europäische Zentralbank mit dem Leitzins vorgibt. Viele Anbieter von Tagesgeldkonten haben aber mittlerweile Zinsgarantien eingeführt. Somit wird es möglich gemacht, dass das Guthaben für einen bestimmten Zeitraum mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die Wahl der Bank ist in diesem Sinne auch ausschlaggebend dafür, wie hoch die Verzinsung letztendlich ausfällt.

Keine Kontoführungsgebühren

Unter einer Kontoführungsgebühr oder Bankgebühr werden all jene Kosten verstanden, die für die Führung von Konten entstehen und dem Kunden in Rechnung gestellt werden – gleichgültig, ob es sich um ein Anlagekonto, ein Kreditkonto oder ein Girokonto handelt. Die Anlagekonten, wozu auch das Tagesgeld zählt, stellen in diesem Zusammenhang aber einen Sonderfall dar. Tagesgeldkonten werden in der Regel immer ohne Kontoführungsgebühren angeboten. Die Banken decken hierbei ihre Kosten über Abschläge, die bei der Kalkulation der angebotenen Guthabenzinsen vorgenommen werden. Es ist sogar im Gesetz geregelt, dass die Banken dem Kunden für die Leistungen, bei denen es sich um die Erfüllung gesetzlicher Pflichten handelt, keine Kontoführungsgebühren abverlangen dürfen. Somit bleibt der Gewinn zu 100 Prozent beim Anleger.

Gewinnbringende Zinsgutschriften

Abhängig davon, wie es mit den Intervallen der Zinszahlung bestellt ist, kann in puncto Tagesgeld eine unterschiedlich hohe Gesamtrendite erzielt werden. Es wird unterschieden zwischen der

monatlich nachträglichen Zinszahlung
quartalsweise nachträglichen Zinszahlung
und der jährlich nachträglichen Zinszahlung.

Dass die Zinsgutschrift nachträglich erfolgt bedeutet, dass die Zinsen stets zum Ende des angegebenen Zeitraumes dem Konto gutgeschrieben werden. Diese Intervalle haben nichts mit der Zinsberechnung zu tun, die bei allen Banken taggenau erfolgt. Es gibt inzwischen einige Anbieter, die Monat für Monat Zinsen gutschreiben, was sich für den Anleger in jedem Fall auszahlt. Werden die Zinsen monatlich berechnet und dem Konto gutgeschrieben, kann der Sparer von einem bestechenden Zinseszins-Effekt profitieren. Denn auf diese Weise kann beispielsweise der Zins im Jänner auch im Februar bereits Erträge erwirtschaften. Die monatlich anfallenden Zinsen werden also auf das Guthaben aufgeschlagen und im nächsten Monat mitverzinst. Da viele Banken die Gutschrift der Zinsen jährlich auszahlen, zahlt sich ein diesbezüglicher Vergleich in jedem Fall aus.

Hohe Sicherheit

Das Tagesgeld zählt zu den konservativen Formen der Kapitalanlage mit relativ geringem Risiko. Da Tagesgeldkonten als Spareinlagen eingestuft werden, ist das Kapital hierbei weitgehend vor Verlusten geschützt. Einlagen auf Tagesgeldkonten unterliegen der Einlagensicherung, weshalb sie gemäß § 1807 BGB mündelsicher sind. In der EU beträgt die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherungsgrenze seit dem 30. Juni 2009 satte 100 Prozent der Einlagensumme und liegt bei maximal 100.000 Euro. Viele Banken bieten ihren Kunden aber weitere Sicherungen an, welche die gesetzlichen Mindestanforderungen übertreffen. In Deutschland handelt es sich hierbei um die Einlagensicherungsfonds der jeweiligen Bankenverbände, welche die Einlagen ihrer Kunden weit über die gesetzlichen Anforderungen schützen. Sollte sich der Hauptsitz der Bank aber außerhalb der EU befinden und nur Niederlassungen der Bank in Deutschland vorhanden sein, ist Vorsicht geboten. Auf diese Weise können Banken nämlich die Einlagensicherung umgehen, was den Kunden – beispielsweise im Falle einer Insolvenz – teuer zu stehen kommen kann.

Referenzkonto

Das Tagesgeldkonto ist nicht für den täglichen Zahlungsverkehr geeignet. Aus diesem Grund muss ein Referenzkonto angegeben werden. Das Referenzkonto ist ein Konto, das als Verrechnungskonto dient, wenn bestimmte Finanzgeschäfte über ein extra Konto abgewickelt werden müssen. Meist handelt es sich beim Referenzkonto um ein gewöhnliches Girokonto. In der Regel wird vom Kunden jedoch nicht verlangt, ein neues Girokonto zu eröffnen, er kann also auch sein reguläres Girokonto als Referenzkonto verwenden. Das Referenzkonto kann im Zusammenhang mit dem Tagesgeld auch als ein Vorteil angesehen werden, da das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto nicht den alltäglichen Verlockungen zum Opfer fallen kann. Somit kann die Sicherheit entscheidend erhöht werden. Dazu kommt, dass unbefugte Transaktionen lediglich auf das Referenzkonto überwiesen werden können.

Kann ein Tagesgeldkonto auch Nachteile mit sich bringen?

Da nun die Vorteile von Tagesgeldkonten offengelegt wurden, soll auch auf die möglichen Nachteile verwiesen werden, auch wenn diese im Vergleich gering sind.

Referenzkonto: Das Tagesgeldkonto hat den Nachteil, dass es nicht möglich ist, den täglichen Zahlungsverkehr über dasselbe abzuwickeln. Weder können Kreditkarten mit einem Tagesgeldkonto verbunden werden, noch ist das Abheben von Bargeld möglich. Das Referenzkonto kann Kosten verursachen. Doch es gibt mittlerweile auch Girokonten, die kostenlos geführt werden können.
Variable Verzinsung: Das Tagesgeld steht für verhältnismäßig hohe Zinsen. Doch abhängig von der aktuellen Marktsituation und dem Niveau der Referenzzinssätze passen die Banken ihren Zins immer wieder neu an. Die Höhe des Zinssatzes kann sich demnach täglich ändern. Der Kunde muss auf einen garantierten Zinssatz verzichten, kann dafür aber jederzeit auf sein Erspartes zurückgreifen. Es gibt zwar Banken, die ihren Neukunden einen festgelegten Zinssatz versprechen, dieser währt jedoch nur für eine gewisse Zeit (üblicherweise drei bis zwölf Monate). Läuft die Garantiezusage ab, wird das Guthaben zu dem dann vorherrschenden Zinssatz verzinst. Es zahlt sich aus, dann den Anbieter zu wechseln, um wiederrum von einem Neukunden-Bonus zu profitieren.
Maximale Einlage: Es gibt Banken, die bei hohen Einlagesummen deren Verzinsung deckeln. Kunden, die mehrere 10.000 Euro anlegen möchten, müssen sich womöglich mit einer niedrigeren Rendite zufriedengeben. Tagesgeld-Hopping ist eine Möglichkeit, um einen derartigen Verlust auszuschließen.

Wer Tagesgeldkonten vergleicht, der gewinnt!

Wie Sie dem Tagesgeld Ratgeber bisher entnehmen konnten, können sich die Angebote beträchtlich voneinander unterscheiden. Um ein Tagesgeldkonto zu finden, das alle möglichen Vorzüge bietet, sollten Sie sich einen umfassenden Überblick verschaffen. Da es viele Anbieter gibt, ist dies ohne Hilfsmittel schwer zu bewältigen. Aus diesem Grunde gibt es Vergleichs- oder Tagesgeldrechner, die Licht ins Dunkel bringen. Sie unterstützen den Anwender maßgeblich dabei all jene Angebote herauszufiltern, die zu den besten ihrer Art gezählt werden können. Interessierte, die lediglich die Höhe der Zinsen begutachten, verlieren viele weitere Kriterien aus dem Blickfeld. Wie bereits erläutert, zählen dazu die Intervalle der Zinsgutschriften, der festgelegte Zinssatz, die Einlagensicherung oder auch die maximale Einlage. Wie viel Gewinn Ihr Tagesgeldkonto zulässt, hängt also auch davon ab, für welches Angebot Sie sich entscheiden. Verzichten Sie deshalb unter keinen Umständen darauf, die Offerten einem Vergleich zu unterziehen. Nur dann können Sie von einer Rendite profitieren, die sich wirklich sehen lassen kann. Vergleichsrechner sind in der Bedienung simpel und liefern prompt Ergebnisse. Aufgrund von Tagesgeld-Hopping können Sie Ihr Geld immer zu dem Anbieter transferieren, der aktuell die besten Konditionen bietet. Das Tagesgeldkonto ist kostenlos und es werden keine Mindestgeldanlagen oder Mindestanlagezeiträume vorgeschrieben. Aus diesem Grund ist auch die Eröffnung mehrerer Tagesgeldkonten parallel zueinander möglich.